Was ist eine Botz Flüssigglasur?
Botz Flüssigglasuren stehen in der langen Tradition keramischer Veredelungstechniken, die ihre Ursprünge bereits im antiken Ägypten und den Kulturen des Mittelmeerraums haben. Bereits zwischen dem 6. und 4. Jahrtausend v. Chr. begannen Handwerker damit, keramische Oberflächen mithilfe von Glasuren zu veredeln. Im Laufe der Zeit, entwickelten sich glasierte Keramiken zu alltäglichen Gebrauchs- und Kunstobjekten. Auch im Mittelalter finden sich Belege: So wurde etwa um das Jahr 1120 n. Chr. die Verwendung verschiedenfarbiger Glasuren zur dekorativen Gestaltung von Gefäßen erstmals schriftlich dokumentiert.
Die Funktion von Glasuren hat sich seither kaum verändert: Sie dienen dazu, die keramische Oberfläche zu versiegeln und so vor Feuchtigkeit, Verschmutzung und mechanischen Einflüssen zu schützen. Gerade bei poröser Irdenware verhindert die Glasur, dass Flüssigkeiten in das Material eindringen, und erhöht gleichzeitig die Haltbarkeit. Darüber hinaus sorgt sie für eine glatte, oftmals glänzende Oberfläche, die nicht nur hygienischer ist, sondern auch optisch überzeugt. Botz Flüssigglasuren vereinen diese bewährten Eigenschaften mit zeitgemäßem Komfort: Sie sind gebrauchsfertig, leicht zu verarbeiten und bieten eine faszinierende Bandbreite an Farben, Effekten und kreativen Möglichkeiten.
Vorteile der Botz Flüssigglasuren
Die Botz Flüssigglasuren zeichnen sich vor allem durch ihre unkomplizierte Handhabung aus. Im Gegensatz zu Pulverglasuren, die erst angerührt werden müssen, sind Botz Glasuren direkt gebrauchsfertig und dadurch besonders zeitsparend. Ihre hohe Ergiebigkeit bedeutet zudem, dass schon geringe Mengen für mehrere Glasierarbeiten ausreichen. Wer mit Botz Flüssigglasuren arbeitet, profitiert von einer Kombination aus Qualität, Vielseitigkeit und Verlässlichkeit.
Wie verwendet man Botz Flüssigglasur richtig?
Die richtige Anwendung der Botz Flüssigglasur beginnt mit einer sorgfältigen Vorbereitung der Keramik. Vor dem Glasieren sollten die Oberflächen mit einem sauberen, leicht feuchten Schwamm abgewischt werden, um Staub und Rückstände zu entfernen. Anschließend kann die Glasur in mehreren Methoden aufgetragen werden. Klassischerweise mit einem festen Borstenpinsel, durch Tauchen, Begießen oder sogar mit einer Sprühpistole (letzteres nur bei Glasuren ohne Specks). Wer die Glasur etwas dünner haben möchte, kann sie mit bis zu 25 % Wasser verdünnen.
Wichtig ist, die Glasur in mehreren Schichten aufzutragen. Nach der ersten Schicht lässt man die Oberfläche leicht antrocknen, bevor man die zweite und gegebenenfalls dritte Schicht aufträgt. Sobald die Glasur grifffest ist, kann das Werkstück gefahrlos bewegt werden. Vor dem Brennen sollte das Objekt jedoch vollständig durchtrocknen, eine Trocknungszeit von mindestens 24 Stunden ist empfehlenswert. Beim Brand selbst ist die ideale Temperatur für die meisten Botz Flüssigglasuren 1050 °C, mit einer Haltezeit von etwa 10 bis 20 Minuten für eine glatte, gleichmäßige Oberfläche. Die genauen Hinweise auf der Verpackung sollten stets beachtet werden.
Für wen sind diese Glasuren geeignet?
Die Botz Flüssigglasuren eignen sich hervorragend für alle, die sich mit keramischem Arbeiten beschäftigen, egal ob im Hobbybereich, im Kunsthandwerk oder im professionellen Atelier. Ein großer Vorteil ist dabei, dass diese Glasuren vollständig kennzeichnungsfrei sind. Das bedeutet: Sie enthalten weder Blei noch andere gesundheitsgefährdende Stoffe in einer Konzentration, die laut Gefahrstoffverordnung gekennzeichnet werden müsste. Das macht die Anwendung nicht nur einfacher, sondern auch sicherer, besonders in offenen Werkstätten, in Schulen und bei Kursen.
Botz Flüssigglasur vs. Steinzeugglasur – was ist der Unterschied?
Der Unterschied zwischen Botz Glasur 1020 Grad und den Steinzeugglasuren liegt vor allem in der Brenntemperatur und in der Wirkung des Materials. Keramiken, die mit Botz Flüssigglasuren bearbeitet werden, bestehen meist aus Steingut (Irdenware) und werden bei Temperaturen zwischen 1020 und 1100 °C gebrannt. Diese relativ niedrigen Temperaturen erlauben eine besonders breite Farbpalette und lebendige Effekte. Allerdings bleibt die Keramik porös und ist nicht vollständig wasserdicht, deshalb sollte man sie im Winter beispielsweise nicht im Freien lassen, da eindringendes Wasser gefrieren und die Keramik sprengen kann.
Steinzeugglasuren hingegen werden bei deutlich höheren Temperaturen, etwa um die 1200 °C, gebrannt. Hier wird das Silikat im Ton durch die Hitze vollständig aufgeschlossen, sodass eine dichte, wasserfeste Oberfläche entsteht. Als Flussmittel wird Feldspat eingesetzt, oft in Kombination mit Ton, Lehm, Asche oder Salz. Je nach Sauerstoffzufuhr im Brennofen entstehen unterschiedliche Farben, erdige Töne im Reduktionsbrand oder das klassische Blau des Bunzlauer Geschirrs im Oxidationsbrand. Die Farbvielfalt ist bei Steinzeug eingeschränkter, kann aber durch Zugabe von Metalloxiden erweitert werden.
Fehler vermeiden beim Glasieren
Beim Arbeiten mit Botz Flüssigglasuren ist es wichtig, einige grundlegende Dinge zu beachten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Vor jeder Anwendung sollte die Glasur gründlich aufgerührt werden, da sich Farbpigmente und Effektstoffe am Boden absetzen können.
Während des Glasierens sollte man nicht essen oder trinken und sich nach getaner Arbeit gründlich die Hände waschen, nicht nur aus hygienischen Gründen, sondern auch um Rückstände zu vermeiden.
Auch die Konsistenz der Glasur spielt eine große Rolle. Zwar sind Botz Flüssigglasuren gebrauchsfertig, dennoch kann es sinnvoll sein, sie individuell anzupassen. Eine zu dickflüssige Glasur läuft kaum, kann jedoch Blasen bilden, wenn eingeschlossene Gase aus der Keramik beim Brand nicht entweichen können. Eine zu dünne Glasur läuft hingegen leicht vom Werkstück, lässt aber die Gase besser entweichen. Hier braucht es Fingerspitzengefühl, etwas Experimentierfreude, und vor allem: Erfahrung.
Passendes Zubehör für die Glasurarbeit
Für eine präzise und komfortable Anwendung der Botz Flüssigglasuren empfiehlt sich hochwertiges Zubehör. Besonders bewährt haben sich feste Borstenpinsel sowie spezielle Schlepper für Keramik, etwa von DaVinci, die sich ideal für feine Linien und detailreiche Glasurarbeiten eignen. Wer das Maximum aus seiner Glasur herausholen möchte, kann außerdem den von Botz entwickelten Effektverstärker „Botz Plus“ einsetzen. Für höhere Brenntemperaturen ist zudem eine spezielle Botz Steinzeugglasur 1220-1280°C erhältlich, perfekt für Arbeiten im Bereich von Steinzeugkeramik.
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