Papier und Karton

Das aus dem lateinischen abgeleitet Wort ´papyrus´ gibt Papier seinen Namen. Die aus dem echten Papyros hergestellten einzelenen Seiten (qahet), wurden aus bis zu 4 cm starken Streifen, die wiederum aus dem Mark des Planzenstängels geschnitten wurden, hergestellt. Sie werden überlappend und kreuzweise übereinandergelegt und zu einem festen Blatt gepresst und geklopft. Zusammengehalten wird es von der Klebekraft des stärkehaltigen Pflanzensaftes. Nach dem Trocknen kann man auf diesen schreiben oder malen. Man geht davon aus, dass dies schon 3000 v. Chr in Agypten üblich war. 104 n. Chr. erste Belege für die Papierproduktion in China aus Seidenabfällen, Hanf, alten Lumpen und Fischernetzen. Ergänzt wurde dies mit Baumrinde oder Bast des Maulbeerbaums.

Besonders war die neuartige Zubereitung der Chinesen: Die gesäuberten Fasern und Faserreste wurden zerstampft, gekocht und gewässert, mit einem Sieb abgeschöpft, getrocknet, gepresst und geglättet. Im Prinzip wird Papier auch heute noch so hergestellt.

Weitere wichtige und interessante Daten:

1056 n. Chr. europaweit erste sicher bezeugte wassergetriebene Papiermühle in Xàtiva (Spanien).
1294 n. Chr. tierische Leimung wird eingeführt (Fabriano).
1390 n. Chr. Deutschlands erste Papiermühle, die Gleismühl wurde von Ulman Stromer in Nürnberg gegründet.
1586 n. Chr. Dordrecht in Holland.