Drucken u. Bildhauerei

Drucktechnik und Linolschnitt

Die älteste Drucktechnik ist der Holzschnitt, welcher zu den Hochdruckverfahren gehört. Dieses Verfahren wurde schon bei den Babyloniern, Ägyptern und in China angewendet, wo die Holzklischees (Druckform) z.B. in weichen Ton abgedruckt wurden.
Seine grosse Bekanntheit in der Bildenden Kunst ist vor allem Künstlern wie Katsushika Hokusai, Utagawa Hiroshige, Kawase Hasui (alle Japan), sowie einigen sehr bekannten Vertretern des Im- u. Expressionismus wie z.B. Gaugin, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Edvard Munch zu verdanken, sowie dem 1981 verstorbenen HAP Grieshaber der diese Drucktechnik mit grossem Erfolg in den 50er und 60 Jahren wiederbelebt und bis zu seinem Tode weitergeführt hat.
Ein weitere Technik des Hochdrucks ist der Linolschnitt. Hier werden aus Linoleumplatten oder Gummimatten die Druckplatten hergestellt.

Tiefdruckverfahren

Radierungen, Kaltnadel-, und Ätzradierung, auch Kupferdruck genannt, zählen zu den Tiefdruckverfahren. Erste Druckplatten bestanden aus Eisen, es folgten Kupfer und später Zink. Gegen Ende des 14. Jhd. war diese Technik revolutionierend, denn nun konnte in nie dagewesenem Umfang vervielfältigt werden. Durch das Ätzverfahren, welches beginn des 16. Jhd. entdeckt wurde war es möglich sehr viel feiner, detailgetreuer und dynamischer zu Arbeiten, da durch das Ätzbad sehr feine und dünne Linien auf dem Papier besser hervortraten. Hervorragende Vertreter der Radierkunst sind Albrecht Dürer, Rembrandt van Rijn und Goya.

Art der Drucktechnik


Hierbei werden auf einem gelartigen Untergrund , der Geli-Plate, eine oder mehrere Farbtöne mit einer Linolfarbrolle aufgetragen. Mit geeigneten Werkzeugen können auf dieser Platte Muster eingezeichnet werden oder vorgefertigte Kartons werden mit ausgeschnittenen Mustern auf die Farboberfläche gelegt, um so Monoprints auf Papier abzudrucken.

Giesstechnik und Formenbau

Ist beim Druck die dreidimensionale Druckform nur ein Hilfmittel zur endgültigen Herstellung eines Kunstwerkes, so ist in der Giesstechnik und im Formenbau das dreidimensionale Bild meist auch das Kunstwerk selbst. Besonders in der Vervielfältigung von Objekten kommt diese Technik zum Einsatz, aber auch bei Entwurfsarbeiten und bei der Herstellung von Unikaten durch dementsprechende Oberflächenbehandlungen.