Was sind Pastelle?
Der Begriff „Pastell“ stammt vom italienischen Wort „pasta“, was „Teig“ bedeutet. Bei der Herstellung von Pastellen werden Pigmente und Bindemittel hinzugefügt, damit man sie in eine Stiftform pressen kann. Diese Mischung kann von cremig bis trocken reichen. Die verschiedenen Pastelle bieten dir einzigartige Möglichkeiten, deine Zeichnung zum Leben zu erwecken.
Wachspastelle: Cremige Intensität
Wachspastellkreiden sind bekannt für ihre weiche, cremige Textur und ihre hohe Pigmentkonzentration. Diese Pastelle liefern intensive Farben, die sowohl deckend als auch leuchtend sind. Es gibt wasserfeste und wasserlösliche Varianten (Aquarellkreiden), die ein breites Spektrum an kreativen Anwendungen ermöglichen.
Wachspastelle können direkt auf Papier, Karton oder sogar Holz und Stoff aufgetragen werden. Sie eignen sich perfekt für ausdrucksstarke, kräftige Linien. Die wasserlöslichen Versionen können mit einem Pinsel oder Schwamm verwischt werden, um einen Aquarelleffekt zu erzielen. Außerdem können Wachspastelle auf Glas und Metall verwendet werden, um einzigartige Kunstwerke zu schaffen.
Vorteile von Wachspastellen:
- Intensive Farbpigmentierung
- Cremige, weiche Textur
- Geeignet für verschiedene Oberflächen wie Holz und Karton
- Wasserlösliche Varianten bieten zusätzliche Flexibilität
Ölpastelle: Weiche und lebendige Farben
Ölpastelle enthalten einen hohen Anteil an Ölen im Bindemittel, was sie besonders weich und geschmeidig macht. Dieses Medium ist ideal für lebendige und ausdrucksstarke Malereien. Die Farben lassen sich leicht mischen oder schichten, um reiche, komplexe Effekte zu erzeugen.
Ölpastelle sind perfekt für Künstler, die mit verschiedenen Techniken experimentieren möchten. Du kannst Schichten auftragen und mit den Fingern oder einem Tuch mischen. Für fortgeschrittenere Effekte kannst du Lösungsmittel verwenden. Obwohl Ölpastelle weniger für feine Details geeignet sind, sind sie eine hervorragende Wahl für ausdrucksstarke, farbenfrohe Kunstwerke.
Tipps zur Verwendung von Ölpastellen:
- Experimentiere mit Schichten und Mischtechniken
- Verwende ein Palettenmesser für einzigartige Texturen
- Interessante Effekte in Kombination mit Lösungsmitteln
Softpastelle: Kreidige Eleganz
Softpastelle sind mit ihrer kreidigen Textur ein Favorit unter Künstlern, die sanfte Farbverläufe und subtile Schatten schaffen möchten. Diese Pastelle bestehen aus fein gemahlenen Pigmenten und Bindemitteln. Sie sind in verschiedenen Härtegraden erhältlich, was sie vielseitig für unterschiedliche Anwendungen macht.
Softpastelle entfalten ihre besten Eigenschaften auf rauen Oberflächen, auf denen das Pulver gut haftet. Mit den Fingern, einem Pinsel oder einem Tuch kannst du die Farben sanft ineinander übergehen lassen. Softpastelle eignen sich hervorragend für Skizzen sowie für ausdrucksstarke malerische Arbeiten, da in der Pastellmalerei die Techniken des Zeichnens mit denen der Malerei verschmelzen.
Die Farben sind jedoch empfindlich, und eine Fixierung mit Fixativ ist notwendig, um dein Kunstwerk zu schützen.
Tipps für Softpastelle:
- Arbeite auf farbigem Papier für einen samtigen Effekt
- Fixiere deine Zeichnung, um Schmieren zu vermeiden
- Arbeiten werden meistens in einem Bilderrahmen hinter Glas präsentiert
Welche Pastelle solltest du wählen?
Die Wahl zwischen Wachs-, Öl- und Softpastellen hängt von deinen künstlerischen Vorlieben und Zielen ab. Wachspastelle sind aufgrund ihrer einfachen Handhabung ideal für Anfänger. Ölpastelle eignen sich für farbenfrohe, ausdrucksstarke Kunstwerke, während Softpastelle perfekt für detailreiche und feine Kreationen sind.
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