Was sind Kohlestifte?
Kohlestifte werden aus gepresstem Pulver hergestellt, das meistens Holzkohle enthält und eine Form von Bindemittel, um dem Ganzen eine solide Form zu geben. Für die Herstellung von Zeichenkohle werden verschiedene Hölzer wie Weinstrauch, Weide, Linde, Obstbäume und andere verwendet. Wie bei Bleistiften, wird der Stift in einem Holzmantel gefasst, um ihn solider und bruchfester zu machen.
Die Herstellung aus einem Pulvergemisch lässt verschiedene Härtegrade zu. Normalerweise hart, mittel und weich. Kohlestifte sind konzipiert, um wie Graphitstifte verwendet zu werden, bewahren aber dennoch die charakteristischen Merkmale von Holzkohle. Ihre Verwendung und verschiedenen Abriebstärken ermöglichen auch präzise und fein ausgearbeitete Zeichnungen, die eine bemerkenswerte Schärfe und Detailgenauigkeit aufweisen, während sie gleichzeitig das unerwünschte Verschmutzen der Hände des Benutzers verhindern.
Mit der höheren Wertschätzung der Handzeichnung und der Entwicklung von entsprechenden Fixiermethoden ab dem 15. Jahrhundert wurden alleinstehende Werke in dieser Technik geschaffen. Das Zeichnen mit Kohlestiften ermöglicht eine unglaubliche Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten und hat sich im Laufe der Zeit zu einer bedeutenden Technik entwickelt.
Für was benutzt man Kohlestifte?
Natürliche Zeichenkohle zeichnet sich durch das Fehlen von Bindemitteln aus, was sie besonders leicht verwisch- und entfernbar macht. Ideal für schnelle Skizzen.
Kohlestifte und Reisskohle sind durch die Zufügung von Ton, Russ und anderen Bindungstoffen kompakter. Einerseits ermöglicht das einen präziseren Auftrag und einen genaueren Einsatz. Andererseits gilt auch: je härter die Kohlestifte sind, desto weniger lassen sie sich rückstandslos entfernen oder verwischen.
In der Kohlezeichnung werden verschiedene Techniken verwendet.
- Schraffieren: Dünne, dunkle Linien werden parallel zueinander gezeichnet, um glatte und dunkle Bereiche zu schaffen, besonders wenn Kohlestifte verwendet werden.
- Verwischen: Um sanfte Übergänge zwischen dunkleren und helleren Bereichen einer Zeichnung zu schaffen, kannst du einfach deine Finger verwenden. So kannst du auch einen Schatteneffekt erzeugen. Ein Papierwischer, der auch Tortillon genannt wird, ergibt ein sauberes Resultat und hinterlässt keine Fettrückstände. Viele ziehen es vor, ein Chamois zu verwenden, das ein weiches quadratisches Stück Leder ist.
- Radieren (entfernen): Löschen wird oft mit einem Knetgummi durchgeführt. Dies ist ein formbarer Radiergummi, der auch als selbstreinigend bezeichnet wird. Er kann durch sanftes Kneten mit den Händen geformt werden, um Spitzen für kleinere Bereiche zu erhalten, oder umgekrempelt werden, um ihn zu reinigen. Andere Radierwerkzeuge, die häufig mit Kohle verwendet werden, sind elektrische Radiergummis und Bleistiftradierer.
- Abreiben: Indem man Papier gegen eine strukturierte Oberfläche drückt und Kohle gegen das Papier reibt, entsteht ein Abbild der Textur der Oberfläche.
- Mit Kohlestiften kann man auch Pausen, indem man eine Seite von Papier komplett bemalt, das Papier dann umdreht und mit einem Bleistift die Zeichnung aufträgt.
Kohlestifte sind sehr beliebt bei Malern, weil sie auf Leinwand ebenso gut zu verwenden sind wie auf Papier. Sie werden dementsprechend häufig zur Erstellung einer Unterzeichnung verwendet.
Härte und Arten von Kohlestiften
Die Härte des Kohlestiftes wird auf dem Stift selbst angegeben. Entweder werden die entsprechenden Bleistift Grade übernommen ( B, 2B etc.) oder es wird weich, hart oder mittel angegeben. Je nach Hersteller werden auch Spezialbegriffe verwendet. Auf Conte de Paris Stiften steht häufig die französische Bezeichnung für Zeichenkohle: Fusian. Einen andere Art von Kohlestift ist der Pierre Noire, oder Schwarzsteinstift. Der Pierre Noire ist ein dunkelschwarzer, matter Kohlestift aus Ampelit, der oft aus der Bretagne stammt und die Eigenschaft hat, Alaun zu enthalten. Er wird nicht aus Holzkohle hergestellt.
Marken von Kohlestiften
Es gibt renommierte Marken, die Kohlestifte herstellen. Einige Beispiele sind:
Caran d'Ache
Conté à Paris
Koh-i-noor
Winsor & Newton
Auf welchem Papier kannst du mit Kohlestiften zeichnen?
Im Prinzip kannst du Kohlestifte auf fast allen Papierarten und Leinwänden verwenden. Wenn du eine echte Zeichnung erstellen willst, die als solche selbst präsentiert werden soll, können verschiedene Aspekte eine Rolle spielen. Zunächst immer säurefreies Papier verwenden von einer bestimmten Dicke. Die Textur ist eine Frage des Geschmacks, aber allzu glatt ist arbeitet meistens nicht fein, da die Kohlestifte eine gewisse Körnung benötigen, um zu ihrem Recht zu kommen.
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