Eine Frage, die oft in unseren Geschäften und online gestellt wird, lautet: „Welches Papier kann ich am besten zum Zeichnen verwenden?“ Durch das Zeichnen können komplexe Objekte, Landschaften, Figuren und abstrakte Konzepte visuell dargestellt und erprobt werden. Es ist eine wichtige Fähigkeit in vielen Bereichen wie Kunst, Design, Architektur, Wissenschaft und Technik. In diesem Blog helfen wir dir gerne dabei, das richtige Zeichenpapier auszuwählen.
Der Begriff Papier stammt von der Papyrus-Pflanze. Diese Pflanze nutzten die Ägypter bereits 4000 Jahre vor Christus, um Papier herzustellen. Die Pflanzenstängel wurden halbiert, zerdrückt und nebeneinander gelegt. Darauf wurde dann kreuzweise eine zweite Schicht geklebt und anschließend das Ganze gepresst und getrocknet.
Der Ursprung des Papiers, wie wir es kennen, liegt in China. Im Jahr 105 nach Christus stellte Ts’ai Lun das erste Blatt Papier her. Er zermahlte die Rinde des Maulbeerbaums, alte Fischernetze und Seile zu Fasern und vermischte diese mit Wasser. Auf einer Bambussieb breitete er den Brei aus, ließ ihn abtropfen, bis die Fasern sich verfestigten, und ließ das Blatt dann in der Sonne trocknen. Noch immer wird Papier nach diesem Prinzip hergestellt. Heute werden die meisten Papiere aus Holzfasern oder Baumwollfasern hergestellt. Außer dem pflanzlichen Faserstoff enthält Papier auch Füllstoffe und weitere Zusatzstoffe.
Papier hat unterschiedliche Dicken, Strukturen, Säuregrade und Farben. Es ist wichtig zu wissen, was diese Papiereigenschaften bedeuten, um eine gute Wahl zu treffen. Die Dicke bestimmt die Festigkeit, die Struktur beeinflusst die Glätte, und der Säuregehalt wirkt sich auf die Langlebigkeit aus.
Die Festigkeit des Papiers wird durch die Dicke bestimmt. Das Papier wird fester, je dicker es ist. Dies wird in g/m² angegeben. Diese Einheit nennt man Flächengewicht. Du findest sie auf jedem Papier, das für den Künstlerbedarf bestimmt ist.
Es ist wichtig zu verstehen, für welchen Anwendungsbereich dein Papier bestimmt ist, um die beste Wahl zu treffen. Die folgenden Angaben dienen der Orientation und sind keine in Stein gemeißelte Definition.
Die Glätte des Papiers wird durch die Struktur bestimmt. Das Papier wird rauer, je körniger die Struktur ist. Jeder hat eine eigene Vorliebe für die Glätte. Es ist also eine Frage des Ausprobierens, was einem selbst am besten gefällt. Zeichenpapier hat im Allgemeinen eine mittlere Körnung. Aquarellpapier ist bekannt für die markante grobe Oberfläche, kann aber auch ganz glatt sein. Das nennt man dann satiniert oder Hot Pressed. Illustratoren und Comiczeichner bevorzugen für Tuschezeichnungen manchmal sehr glattes dickes Papier, das sogenannte Bristol Board. Das lässt sich besser einscannen und retuschieren.
Achte darauf, dass du säurefreies Zeichenpapier auswählst. Heutzutage sind die meisten Papier säurefrei, aber wenn nicht, wird das Papier vergilben und spröde werden. Auch bei der Auswahl eines Zeichenbuches, dem sogenannten Dummy, solltest du auf Säurefreiheit achten.
Zeichenpapier ist für fertige Zeichnungen gedacht. Es ist oft schwerer und im Allgemeinen widerstandsfähiger, zum Beispiel beim Radieren. Du kannst Zeichenpapier für trockene Medien wie Graphit, Kohle, Conté, Pastellstifte und Farbstifte verwenden. Auch leichte Tusche- und Aquarell Zeichnungen kannst du auf diesen Papieren hinkriegen. Für die Arbeit mit Pastell- und Farbstiften empfehlen wir ausschließlich gutes Zeichenpapier oder spezielles Pastellpapier. Mit Zeichenpapier erhältst du mit Farbstiften tiefere Farben dank der tieferen Körnung, die mehr Farbe aufnehmen kann.
Zeichenpapier hat eine mittel-raue Oberfläche oder Körnung, wodurch du mehr Vielfalt in die Farbtöne und Schattierungen anbringen kannst. Die Oberfläche von Zeichenpapier ist besser geeignet, um trockene Medien „festzuhalten“, sodass du intensiver mit Licht und Schatten spielen kannst als auf Skizzenpapier.
Zeichenpapier kann verschiedenen Tönungen haben. Die natürliche Farbe ist etwas heller als Butter oder Elfenbein. Es gibt extra weisse Zeichenpapiere, die Farben besser unterstützen.
Wir haben verschiedene Zeichenpapier, die wir euch hier einmal vorstellen wollen.
Die Wahl des richtigen Zeichenpapiers ist aus mehreren Gründen wichtig. Verschiedene Zeichenmedien wie Bleistift, Kohle, Pastell, Tinte oder Aquarell erfordern unterschiedliche Papierarten. Ein Papier, das gut für Bleistiftzeichnungen geeignet ist, ist möglicherweise nicht optimal für Aquarellfarben. Die Textur des Papiers beeinflusst, wie das Zeichenmedium auf dem Papier haftet und wie leicht es sich auftragen lässt. Glattes Papier eignet sich gut für detaillierte Zeichnungen, während raues Papier besser für Kohle oder Pastell ist. Hochwertiges, säurefreies Papier ist weniger anfällig für Vergilben und Zerfall im Laufe der Zeit, was besonders wichtig ist, wenn die Kunstwerke archiviert oder ausgestellt werden sollen. Dickes und strapazierfähiges Papier kann das wiederholte Radieren besser aushalten, ohne beschädigt zu werden. Dies ist besonders nützlich für Skizzen und Korrekturen. Die richtige Papierwahl kann den Zeichnungsprozess angenehmer machen.
Wichtig ist jedoch, dass der Fokus immer auf der Zeichnung und dem Zeichnen selbst liegt. Die Freude am Zeichnen sollte niemandem vergehen. Jeder sollte frei entscheiden können, wie, wo und wann er zeichnet, ganz nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen.
Materialien
01 October 2023
Papier als Malgrund für Aquarellmalerei: Alles, was du wissen musst!
Papier ist der bedeutendste Malgrund für Aquarellmalerei. Die meisten Künstler wählen Papier als Malgrund für Aquarellfarben. Historisch hat sich sogar eine besondere Art von Papier entwickelt: Das Aquarellpapier.